“Tod durch fehlende Prophylaxe” Wir wissen, dass der Vorfall aus Tirol schon einige Jahre zurückliegt, aber dieser Fall erscheint uns als Warnung für alle Zukunft so wichtig, dass wir ihn aus unserer page absichtlich nicht herausnehmen wollen – und wie wichtig es ist, immer wieder vor fehlender Prophylaxe zu warnen, zeigen die Todesfälle in Wien vom 10. Jänner 2003!
(Quelle: 18. März 1999, www.orf.at)
Tirol verzeichnete im März 1999 sechs schwere Malaria-Fälle, zwei davon endeten tödlich. Im März 1999 wurden fünf Patienten in die Interne Klinik in Innsbruck mit "Malaria tropica", der schwersten Malariaform, eingewiesen. Ein sechster wurde aus St. Johann überstellt. Kurz nach der Einlieferung sind zwei Patienten gestorben!

Bei den Toten handelt es sich um einen Mann, der bei der Einlieferung mit dem Notarztwagen bereits klinisch tot war. Das zweite Opfer verstarb "trotz des Einsatzes aller heute verfügbaren Maßnahmen", wie Klinikvorstand Univ.Prof. Josef Josef Patsch erklärte.
Fehlgedeuteter grippaler Effekt Wie die Mediziner in Innsbruck feststellten, hatten alle Patienten nach Afrikareisen hohes Fieber bekommen, das zunächst mehrfach als grippaler Infekt fehlgedeutet worden war, so die "Tiroler Tageszeitung".

Die Aufnahme an der Klinik erfolgte erst etwa eine Woche nach Auftreten der ersten Symptome, so daß bereits eine Behandlung auf der Intensivstation notwendig war. Alle Betroffenen hatten "keine oder eine nur ungenügende Malariaprophylaxe eingenommen", so Patsch.

Am 10. Jänner 2003 berichteten die Medien von 2 Malariatoten aus Wien – beide hatten keine Malariaprophylaxe eingenommen, und waren nach Kenia zu ihrem Traumurlaub gereist – ein Traumurlaub, der aus Fahrlässigkeit zum Tode führte.

Immer öfter erleben wir in den Apotheken, dass die Urlaubsreisenden sehr wohl das Geld für ihre Traumurlaube ausgeben, aber dann bei den Schutzimpfungen und Prophylaxen, wie z.B. der Malariaprophylaxe “sparen” - .oft geht dieses Risiko gut aus, aber in manchen Fällen endet diese unnötige “Sparmaßnahme” tödlich. Wenn man schon großzügig auf Urlaub fährt, so ist es in der heutigen Zeit von immenser Bedeutung, dass man in das Urlaubskapital unbedingt die notwendigen Gesundheitsmaßnahmen und Vorbeugungsmaßnahmen mithineinberechnet – nur zu oft geht das “Sparen am falschen Fleck” katastrophal aus – lassen Sie sich von Fachleuten, von Ärzten und Apothekern beraten – Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken!

Keine Malariaübertragung in Österreich Österreich zählt zu jenen Ländern, in denen keine Malariaübertragung stattfindet. Nur im Zuge der Reisetätigkeit kommen Österreicher in Kontakt mit Malaria.

Weltweit treten jährlich rund 300 bis 500 Millionen klinische Malariafälle, mehr als 90 Prozent davon im tropischen Afrika, auf. Die Zahl der Malariatodesfälle liegt zwischen 1,5 Millionen und 2,7 Millionen jährlich, davon betroffen sind etwa 1 Million Kinder unter 5 Jahre.
100 bis 200 Malariaerkrankungen pro Jahr Fernreisende importieren jährlich etwa 100 bis 120 Malariaerkrankungen nach Österreich, wovon rund die Hälfte der Fälle von Malaria tropica stammen. Jährlich sterben etwa 1-2 Österreicher an einer Malaria in Österreich, weil sie die Symptome verkannt oder verharmlost haben. Die importierten Malariafälle sind im Prinzip immer bei jenen Österreichern zu beobachten, die ihre Prophylaxe entweder gar nicht oder sehr schlampig eingenommen haben.
Gefährliche parasitäre Krankheit Malaria zählt zu den wichtigsten und gefährlichsten parasitären Erkrankungen des Menschen. Die Malariaerreger (Plasmodium falciparum, vivax, ovale und malariae) werden durch weibliche Stechmücken der Gattung Anopheles übertragen, und zwar vorwiegend in den Nacht- und Dämmerungsstunden.

Alle Malariaerreger verbreiten sich nach dem Stich über den Blutweg in die Leber, vermehren sich dort und befallen dann die roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Durch die Vermehrung in den Erythrozyten werden diese zerstört und es kommt zur Malariaerkrankung.

Links:
http://www.malaria.org
http://www.pharmacie.de